dasvinzenZ zu Gast im MUCCA: Dreck liebt keinen Dreck.

Eine Selbstentlarvung nach Jean Genet (AT)

Regie: Tanju Girişken
mit: Andrea Beblo-Krause, Nathalie Oros, Christine Owen, Daniela Voss

Premiere: 26.09.2022, 20 Uhr
Weitere Aufführungen: 27.09. – 01.10.2022 jeweils 20 Uhr & 02.10.2022, 18 Uhr
im MUCCA 31 (Schwere-Reiter-Straße 2, 80797 München)
Tickets in Kürze hier

Was machst du und wo? Muss ich zu dir aufschauen oder bist du es überhaupt wert, dass ich mit dir rede? Innerhalb von Minuten wird das oft ausgehandelt und so ganz wohl ist dabei wohl niemandem. Wer hat nicht schon mal seine Herkunft oder seine Situation etwas ansprechender dargestellt, um nicht im Ansehen seines Gegenübers zu sinken. Wer hat nicht schon mal Begegnungen gemieden, um diesem unvermeidlichen Kräftemessen zu entgehen. Was passiert mit uns, wenn wir uns herabgesetzt fühlen? Jean Genet, der nicht dafür bekannt ist, die abseitigen und grausamen Seiten der Menschen zu beschönigen, geht in den Zofen der Frage nach, was es mit einem macht, ständig an den untersten Platz auf der Statusskala verwiesen zu werden. Die Dienstmädchen fangen an, gnädige Frau zu spielen, die Gesten ihrer Herrin zu stehlen, sich gegenseitig zu demütigen und einen Mord zu planen, der sich letztlich gegen sie selbst kehrt. Davon ausgehend fragen wir uns, wie auch unser Leben von Statusverhandlungen durchzogen ist, wie wir uns darstellen oder verteidigen, um in diesem Spiel zu bestehen, und uns manchmal auch selbst sabotieren.

Bühne & Kostüm: Carolin Wirth
Lichtdesign: Michael Bischoff
Musik: Hans Könnecke
Dramaturgie: Luisa Marie Schulz
Regie-Assistenz: Caro Rechler
Prod-Ltg.: Robert Spitz & Jennifer Zoll

Produktion: dasvinzenZ in Co-Produktion mit werkmünchen
Eine Unternehmung des INKUNST e.V.

Gefördert vom Kulturreferat der LhSt München