Unsere Fenster zum Hof (Remake, D 2020)

Theaterpremiere im Hinterhof: Freitag, 07. August 2020, um 19.30 Uhr, Blutenburgstraße 72-76 in 80636 München

Weitere Vorstellungen in Hinterhöfen:

am Samstag 08. August 2020, um 19.30 Uhr, Blutenburgstraße 59 in 80636 München

am Samstag 15. August 2020, um 19.30 Uhr Frundsbergstraße 62 in 80637 München

Ersatztermine bei Regen:

für 07./08. August: Sonntag, 9. August, 19.30 Uhr

für 15. August: Sonntag, 16. August, 19.30 Uhr

Eintritt frei. Reservierung erforderlich unter dasvinzenz.de/reservierungen

mit: Wowo Habdank (Alfred Hitchcock), Thorsten Krohn (James Stewart),  Wolfi Schlick (Betrunkener Musiker), Georgia Stahl (François Truffaut), Lucca Züchner (Grace Kelly)

Regie / Idee: Jochen Strodthoff, Konzept: Bischoff / Kastner / Spitz / Strodthoff, Szenografie: Michael Bischoff, Kostümkollektiv: Katharina Schmidt und Claudia Karpfinger, Komposition: Wolfi Schlick, Dramaturgie: Barbara Kastner, Assistenz: Joshua Wohlgemuth


Ihr kennt die Bedeutung des Wortes „Nachbar“ nicht. Nachbarn mögen einander – sprechen miteinander – kümmern sich darum, ob jemand lebt oder stirbt. Aber keiner von Euch tut es! Ihr redet nicht, Ihr helft nicht.
aus: Das Fenster zum Hof

„Das Fenster zum Hof“ ist ein Klassiker von Alfred Hitchcock, der sich im kollektiven Filmgedächtnis eingebrannt hat, er ist eine brillante Satire auf den städtischen Hinterhof-Voyeurismus, der aus dem beengten Stadtleben fast zwangsläufig erwächst – für Betrachter*innen und Betrachtete.
„Das Fenster zum Hof“ wird neu gedreht, in einem Münchner Innenhof, jeden Abend ein neues Remake, jeden Abend anders. Regisseur Jochen Strodthoff und Produzent dasvinzenz zeigen das Making of, bevor der Film fertig ist. Doch die Originale James Stewart, Grace Kelly und Alfred Hitchcock werden sie nicht los.
Bedient wird das übliche Panoptikum der Hausbewohner*innen: Die alleinstehende, vereinsamte Frau; die Frischverliebten; der unverheiratete, allabendlich im Freundeskreis feiernde Musiker und das kinderlose Ehepaar mit Hund.
Aus dem Fenster werfen wir einen Blick auf die Urängste im menschlichen Zusammenleben und die Psyche der Großstadtbewohner*innen: Isolation, Paranoia, Existenzangst und „social distancing“ sind die gängigen Klischees misslungener Nachbarschaft. Schutzlos ausgeliefert ist man dem Lärm, dem Ehestreit und dem Schrecken der Kleinfamilie auf der anderen Seite des Hofes.
Doch was James Stewart von seinem Fenster aus sieht, sind keine Scheußlichkeiten, es ist das Schauspiel menschlicher Schwächen (François Truffaut). Unsere „Fenster zum Hof“ öffnen sich – wie Rüdiger Suchsland schreibt – in beide Richtungen: Als Eingang zur Welt und in die Seele des Menschen. Als eine partizipative Performance in Münchner Innenhöfen.
Wenn Sie die Performance auch in Ihren Hof holen möchten, melden Sie sich gern bei uns unter info@dasvinzenz.de!

Produktion: DASVINZENZ, München
Künstlerische Produktionsleitung: Robert Spitz/ Barbara Kastner
Eine Produktion von dasvinzenz. Eine Unternehmung des Inkunst e.V.

 dasvinzenz wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Bezirksausschuss 09 Neuhausen-Nymphenburg.