Unsere Fenster zum Hof (Remake, D 2020)

Premiere: 07. August 2020, Weitere Vorstellungen: 08./14./15. August 2020
Zu sehen in verschiedenen Neuhauser Hinterhöfen. Infos zu den genauen Spielorten, Aufführungszeiten und Vorbestellungsmöglichkeit folgen.  Wenn Sie die Performance auch in Ihren Hof holen möchten, melden Sie sich gern bei uns unter info@dasvinzenz.de!

mit: Thorsten Krohn (James Stewart, u.a), Lucca Züchner (Grace Kelly, u.a.), Wowo Habdank (Alfred Hitchcock, u.a.), Georgia Stahl (François Truffaut, u.a.), Wolfi Schlick (Betrunkener Musiker, u.a.)

Regie / Idee: Jochen Strodthoff, Konzept: Bischoff / Kastner / Spitz / Strodthoff, Szenografie: Michael Bischoff, Kostümkollektiv: Katharina Schmidt und Claudia Karpfinger, Komposition: Wolfi Schlick, Dramaturgie: Barbara Kastner, Assistenz: Joshua Wohlgemuth


Ihr kennt die Bedeutung des Wortes „Nachbar“ nicht. Nachbarn mögen einander – sprechen miteinander – kümmern sich darum, ob jemand lebt oder stirbt. Aber keiner von Euch tut es! Ihr redet nicht, Ihr helft nicht.
aus: Das Fenster zum Hof

„Das Fenster zum Hof“ ist ein Klassiker von Alfred Hitchcock, der sich im kollektiven Filmgedächtnis eingebrannt hat, er ist eine brillante Satire auf den städtischen Hinterhof-Voyeurismus, der aus dem beengten Stadtleben fast zwangsläufig erwächst – für Betrachter*innen und Betrachtete.
„Das Fenster zum Hof“ wird neu gedreht, in einem Münchner Innenhof, jeden Abend ein neues Remake, jeden Abend anders. Regisseur Jochen Strodthoff und Produzent dasvinzenz zeigen das Making of, bevor der Film fertig ist. Doch die Originale James Stewart, Grace Kelly und Alfred Hitchcock werden sie nicht los.
Bedient wird das übliche Panoptikum der Hausbewohner*innen: Die alleinstehende, vereinsamte Frau; die Frischverliebten; der unverheiratete, allabendlich im Freundeskreis feiernde Musiker und das kinderlose Ehepaar mit Hund.  Aus dem Fenster werfen wir einen Blick auf die Urängste im menschlichen Zusammenleben und die Psyche der Großstadtbewohner*innen: Isolation, Paranoia, Existenzangst und „social distancing“ sind die gängigen Klischees misslungener Nachbarschaft. Schutzlos ausgeliefert ist man dem Lärm, dem Ehestreit und dem Schrecken der Kleinfamilie auf der anderen Seite des Hofes.
Doch was James Stewart von seinem Fenster aus sieht, sind keine Scheußlichkeiten, es ist das Schauspiel menschlicher Schwächen (François Truffaut). Unsere „Fenster zum Hof“ öffnen sich – wie Rüdiger Suchsland schreibt – in beide Richtungen: Als Eingang zur Welt und in die Seele des Menschen. Als eine partizipative Performance in Münchner Innenhöfen.

Produktion: DASVINZENZ, München
Künstlerische Produktionsleitung: Robert Spitz/ Barbara Kastner
Eine Produktion von dasvinzenz. Eine Unternehmung des Inkunst e.V.

 dasvinzenz wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Bezirksausschuss 09 Neuhausen-Nymphenburg.